Freitag, 13. Oktober 2006

Petze

Die eigene Frau in eine Geschwindigkeitskontrolle jagen, ist ja nicht gerade die feine Art:




Bielefeld (ots) - FB/ Im Rahmen der landesweiten Geschwindigkeitskontrollen führten am 10.10. auch Bezirksbeamte der Polizeiinspektion Nord gegen 11.00 Uhr Lasermessungen in Dornberg (Deppendorfer Straße) durch. Dabei wurde von ihnen ein Ford Fiesta mit 69 km/h (erlaubt sind dort 50 km/h) gemessen. Ein Fall wie jeder andere und eigentlich nichts besonderes, - bis dahin! Der 47jährige Fahrer konnte keinen Führer- und Fahrzeugschein vorweisen, weil diese bei ihm zu Hause lagen. Daraufhin bot er den Beamten an seine Frau anzurufen, die in 10 Minuten dann seine Papiere vorbei bringen würde. Die Frau konnte auch über Handy erreicht werden. Sie wurde zudem von dem Vorfall der Geschwindigkeitsmessung und der Örtlichkeit unterrichtet. Zwischenzeitlich gingen die Messungen der Polizisten weiter und der erwischte Fahrer wartete und schaute zu, wie die Beamten die Geschwindigkeiten der anderen Verkehrsteilnehmer ermittelten. Plötzlich schaltete sich der 47jährige ein und sagte:" Ah, dahinten, neue Messung, PKW : Typ BMW mit 73 km/h in 140 Meter Entfernung." Der Mann hatte aus polizeilicher Sicht alles richtig gemacht. Allerdings stellte er plötzlich erschrocken fest, dass es das Fahrzeug seiner Frau war, die ihm die Papiere bringen wollte. Die Beamten schmunzelten, dass sie noch nie einen besseren Zeugen gehabt hätten, wenn ein Geschwindigkeitsverstoß in einer Familie vorgekommen wäre. Da hatte doch der erwischte Fahrer ungewollt seine eigene Frau in eine Geschwindigkeitsmessung gelockt und sie war noch schneller als er selbst.


© Polizei Bielefeld Pressestelle

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