Mittwoch, 4. April 2012

Konfessionslos

Letzten Donnerstag war ich im Amtsgericht Bielefeld. Ich trat an einen Schalter heran und dachte im ersten Moment nur: "Einmal Kirchenaustritt, bitte!" - "Ja, zum Mitnehmen. Danke!"

Anders als die Aufnahme in die kirchliche Gemeinde, ist der Akt des Kirchenaustrittes völlig unbürokratisch und fast schon belanglos. Man entrichtet einen Obolus und unterschreibt einen Zettel mit den wichtigsten Eckdaten. Danach erhält man eine Quittung und ein Infoblatt über das weitere Vorgehen. Nach zehn Tagen ist man dann endgültig konfessionslos und kann dem Finanzamt mitteilen, das Geld für die Kirche in Zukunft nicht mehr einzutreiben. Was im Übrigen auch meine Intention für diesen Schritt war. Denn schon mit der ersten Gehaltsabrechnung die ich als Gottloser erhalte, habe ich das Geld für den Austritt wieder raus. Plus Zinsen.

Kommentare:

  1. Das ist in Luxemburg etwas anders. Man kann zwar aus der Kirche austreten, hat aber keinen steuerlichen Vorteil davon. Sämtliche Kirchenämter werden zwar mit unseren Steuern bezahlt, aber sie werden nicht explizit ausgeschrieben und gehen in der Steuermasse unter.

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  2. Demnach tritt man in Luxemburg vermutlich auch nur aus Überzeugung aus der Kirche aus. Hier ist es häufig eine rein finanzielle Entscheidung.

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