Montag, 17. März 2014

Alkoholiker

Ich bin ein sogenannter Wochenendalkoholiker. Soll heißen, wenn ich schon mal das Haus verlasse, um ausgiebig Spaß zu haben, dann auch mit der kraftvollen Unterstützung von Alkohol. Selten, dass ich mal nur 2 oder 3 Biere trinke. Meistens sind es so um die 10 bis 20 Biere. Zumindest wenn ich das aufgrund des versoffenen Geldes noch richtig nachvollziehen kann. Denn zählen tue ich meinen Konsum nicht. Das habe ich mal eine Zeit lang mittels Kronkorken versucht. Aber irgendwann ging mir das Taschengeklimper zu sehr auf die Nerven.

Jedenfalls habe ich als Alkoholiker auf Zeit mittlerweile ein Problem. Meine Regenerationsphase übersteigt die Dauer eines durchschnittlichen Wochenendes deutlich. Das ist vor allem dann kritisch, wenn ich mich meiner Sucht an Samstagen hingebe. Denn diese großen Mengen Alkohol zu sich zu nehmen, erfordert doch eine gewisses Maß an Zeit. Deshalb kommt es häufig zu Exzessen die nicht vor 6 Uhr morgens enden. Das wiederum führt dazu, dass mein benötigtes Schlafpensum am Wochenende zu niedrig ist und ich am Montag bis hin zum Dienstag noch nicht wieder vollständig genesen bin.

"Trink doch einfach weniger!" höre ich schon den ein oder anderen rufen. "Nein!" hört ihr mich zurückrufen. "Trink doch selber weniger!"

Ob und wie viel ich trinke, überlasst mal schön mir. Und wenn ich noch Tage später leide, dann dürft ihr euch gerne lustig darüber machen. Ich hatte schließlich auch meinen Spaß. Wer saufen kann, der kann auch arbeiten. Also rappel ich mich zusammen und gehe pflichtbewusst meiner Arbeit nach. Die Abende an denen ich das Haus verlasse, um ausgiebig Spaß zu haben, werden mit der Zeit eh weniger. Weil einfach niemand mehr da ist, der sich mit mir die Nächte um die Ohren schlagen möchte. Denn meine Ausdauer ist berüchtigt und das führt zu einer natürlichen Auslese. Irgendwann werde ich als einsamer Trinker enden. Irgendwo zwischen Desperados und Muttis.

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